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Laufmagazin - Nachrichten vom Lauf- und Ausdauersport
Berliner Halbmarathon bereits ausgebucht (17.1.2012)
Bereits am 14. Januar war das Teilnehmerlimit für den Berliner Halbmarathon, erreicht. Beim größten deutschen Halbmarathon, der am 1. April 2012 zum 32. Mal veranstaltet wird, war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden. Trotzdem war der Lauf diesmal einige Woche früher ausverkauft als vor einem Jahr, als sich Anfang März 25.500 angemeldet hatten. Start und Ziel der 21,0975 km langen attraktiven Strecke befinden sich auf der Karl-Marx-Allee, die Strecke führt über Brandenburger Tor, Schloss Charlottenburg, Kudamm und Potsdamer Platz.
Kenias Sportler des Jahres: Vivian Cheruyiot und Patrick Makau (15.12.2011)
Die kleine Vivian Cheruiyot ganz groß: drei Weltmeistertitel reichten zum Sieg als Kenias Sportlerin des Jahres.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)
Die Leichtathleten, genauer die Langstreckenläufer sind die besten Botschafter Kenias. Nach einer überragenden Saison konnte sich die diesjährige Crossweltmeiserin und 5.000 Meter und 10.000 Meter Doppelweltmeisterin von Daegu Vivian Cheruyiot den Titel Sportlerin des Jahres sichern. Bei den Männern siegte der Marathonweltrekordler von Berlin Patrick Makau (2:03:38 Stunden in Berlin) beim Festakt in den Nairobi Arboretum Grounds. Er löst damit den 800 Meter Weltrekordler David Rudisha ab, der den Titel im letzten Jahr gewann. Die 28-jährige Vivian Cheruiyot verlor bei den Kenia- Cross-Meisterschaften noch gegen die Ex-10.000 Meter Weltmeisterin Linet Masai, doch danach wurde sie unschlagbar. Die Halbmarathon Weltrekordlerin Mary Keitany und die Marathon Weltmeisterin Edna Kiplagat belegten die weiteren Plätze. Zudem gewann sie das Diamond League Rennen in Zürich, stellte einen 5.000 Meter Commonwealth Rekord über 5.000 Meter auf und ist Weltjahresbeste auf der Bahn über 3.000 und 5.000 Meter. Mit 14:20:89 Minuten stellte sie zudem einen nationalen Rekord auf.
Er holte den Marathonweltrekord endlich nach Kenia! Das brachte Patrick Makau den Titel des Sportler des Jahres in Kenia.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)Deutsche Marathon Meisterschaften drei Jahre in München (29.11.2011)
Nachdem der Hamburger Leichtathletik-Verband die Marathon-DM 2012 zurückgegeben hat, wurden die Titelkämpfe vom Verbandsrat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die nächsten drei Jahre nach München vergeben. Der genaue Termin für die Marathon-Meisterschaften 2012 ist der 14. Oktober. Dies teilte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop am Dienstag mit. Die Austragung der Deutschen Marathonmeisterschaften 2012, 2013 und 2014 ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des München-Marathon. Wir freuen uns sehr, dass wir den Deutschen Leichtathletik Verband mit seinen Athleten für die nächsten drei Jahre als Gast in unserer Sportstadt München begrüßen können, sagte Gernot Weigl, Geschäftsführer runabout Marathon München.
(Quelle: Leichtathletik.de)
Na endlich - Joschka joggt wieder! (29.11.2011)
Herbert Steffny und Joschka Fischer 1997 bei einem Trainingslauf in Titisee
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)Der einstige Vorläufer der Nation und frühere Außenminister Joschka Fischer (63) hat laut «Passauer Neue Presse» wieder mit dem Laufen angefangen. "In der Woche komme ich so auf 50 bis 60 Kilometer bei bis zu zehn, elf Kilometern am Tag", sagte der Grünen-Politiker bei der Veranstaltungsreihe "Menschen in Europa" der Verlagsgruppe Passau am Montag. Joschka Fischer änderte übergewichtig (112 Kilogramm bei 1,81 Meter) und aus Angst vor einem Herzinfarkt 1996 sein Leben radikal und begann zu laufen. Ich übernahm damals sein Marathontraining und begleitete ihn in Frankfurt, Bonn oder bei mir im Schwarzwald. Der gute Autodidakt, aber auch gelehrige und konsequente Schüler, spulte das von mir auferlegte Pensum fleißig runter. Mit 50 Jahren schaffte der damalige Wahlfrankfurter 1998 unter den Augen der versammelten Sport-, Polit- und Skandalmedien seinen ersten Marathon in Hamburg in beachtlichen 3:41 Stunden. Dabei nahm der damalige Fraktionsvorsitzende der Grünen sozusagen "im Vorbeilaufen" sage und schreibe 37 Kilogramm ab! 1999 erschien sein Buch: "Mein langer Lauf zu mir selbst", das Tausende zum Laufen animierte und ein Bestseller wurde. Am 11.September 2001 waren wir nach dem Hamburg, New York und dem Berlin Marathon in der Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon. Doch die politische Beanspruchung der Vorfälle in New York, der damit verbundene Reisestress einer Krisendiplomatie sorgte für einen Knick in Joschkas "Laufbahn", er legte wieder ordentlich zu. Man sah an der zunehmenden Leibesfülle, was passiert, wenn man mit dem Laufen aufhört. Die Bildzeitung spöttelte schon hämisch mit Jojo-Joschka! Immer wieder wurde ich bei Vorträgen, Seminaren oder auf Marathonmessen mit der Frage konfrontiert, was denn mit Fischer los sei. Zu seinem 60. Geburtstag besuchte ich ihn in Berlin und hatte den Eindruck, dass das Wort "Trainer" von den "Tränen" in den Augen kommt, die man bei diesem Anblick hatte. Dass das "verlorene Schäfchen" der Laufbewegung nun wieder zum Laufen zurückgekehrt ist, freut nicht nur mich ungemein, sondern sicherlich einen ganz großen Teil der Laufgemeinde! Na endlich... Keep on running - Joschka!
(Quelle: Steffny Run Fit Fun und dpa)Ein ausführliches Interview mit Joschka Fischer finden Sie in:
"Das große Laufbuch"
Kenia - 2:03 wird nicht reichen, Marathon Olympia Nominierung mit Schlingerkurs (6.11.2011)
Während unsere männlichen Mararathonläufer im Frühjahr noch einmal antreten müsssen, um die Olympianorm von 2:12:00 Stunden zu unterbieten, haben es Kenias Marathonläufer deutlich schwerer zu den Olympischen Spielen nach London 2012 zu kommen. Da wird es so sein, dass man mit einer weltrekordverdächtigen Zeit von 2:03 Stunden zuhause bleibt. Zunächst wurde nach Berlin der verdiente Doppelweltmeister Abel Kirui und der Marathon Weltrekordler Patrick Makau (2:03:38 Stunden) vornominiert. Doch nach dem Frankfurt Marathon, wo Wilson Kipsang den Weltrekord nur denkbar knapp verpasste (2:03:42 Stunden), läßt sich der kenianische Verband angesichts der Flut von Weltklassezeiten nun offenbar wieder alles offen. Während Kipsang zurecht auf den letzten freien Platz spekuliert, müssen nun alle Top Marathonläufer möglichweise noch einmal ran oder zumindest darum bangen, dass die bisherigen Leistungen vielleicht nicht ausreichen könnten, um in London zu starten. Die weiteren Asse aus dem Läuferland sind Geoffrey Mutai und Emmanuel Mutai, die im Frühjahr in Boston und London gewannen und nun im Zweikampf auf der langsameren New Yorker Strecke die Klingen kreuzten, wobei Geoffrey Mutai in neuem Streckenrekord wieder überragend gewann. An Geoffrey M. sollte der kenianische Verband jedenfalls nicht vorbei nominieren. Ein weiterer Kandidat für einen Olympiaplatz ist Moses Mosop, der den Chicago Marathon gewann. Geoffrey Mutai und Moses Mosop liefen auf dem Bostoner Pflaster windunterstützte 2:03:02 und 2:03:06 Stunden. Auf jeden Fall wird schon jetzt wenigstens ein 2:03 Stunden Marathonläufer zuhause bleiben müssen. Und weitere Läufer sind fähig einzugreifen. Alleine in Frankfurt liefen hinter Kipsang weitere fünf Kenianer Zeiten von 2:05 und 2:06 Stunden! Es kann im Frühjahr nochmals heiß werden, es sei denn, der kenianische Verband nominiert jetzt bereits die Top-Drei. Für mich wären das Patrick Makau, Geoffrey Mutai und Wilson Kipsang, die zuletzt alle überragend überzeugten und auf den Punkt immer fit sind! ...Ach ja, wie leicht ist es dagegen für Deutschland nominiert zu werden. Doch selbst die sanfte internationale Männer Norm von 2:15 Stunden des internationalen Verbandes hat noch keiner geschafft.... Guinness Book of World Records akzeptiert 100-jährigen Marathonläufer nicht (25.10.2011)
Alter Mann was nun? Ist Fauja Singh wirklich der erste 100-Jährige, der einen Marathon beendete?
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)Wie CNN und Sport Illustrated berichten, verweigert das Guinness Book of World Records die Anerkennung und Eintragung des Marathonlaufs von Fauja Singh beim Toronto Marathon als Leistung eines 100-Jährigen. Wie ich schon berichtete hat der Brite indischer Abstammung beim Toronto Marathon am 16.10.2011 die 42,195 Kilometer in 8:11 Stunden beendet. Im britischen Pass des Immigranten steht als Geburtsdatum der 1.4.1911 (April, April?!). Alt ist Fauja Singh zweifelsohne, aber wie alt? Guinness Book wollte es offenbar genauer wissen und verlangte ein Geburtszertifikat aus seinem Heimatland. Die indischen Behörden teilten auf Anfrage allerdings mit, dass 1911 noch gar keine Geburtsurkunden geführt wurden. Ob die Rekorde des Lauf-Methusalems von 100 Meter bis zum 5.000 Meterlauf, die er im Vorfeld zum Toronto Marathon aufstellte, nun von den Welt Masters Verbänden geführt werden, bleibt abzuwarten. Hoffentlich ist das mit dem Geburtsdatum 1.4.1911 kein Aprilscherz! Über eine ähnliche Geschichte berichtete ich bereits 2008. Da gab Buster Martin, ein Mitglied der Veteranenband "The Zimmers" ("My Generation") an, mit 101 Jahren den London Marathon mit einer Bierpause in über 10 Stunden beendet zu haben. Der gerne Geschichten erzählende rüstige Rentner hat möglicherweise auch bei der Immigration aus Frankreich in das Vereinigte Königreich sein Geburtsdatum verändert. Vermutlich bleibt nun nach dem Guinness Buch der älteste Mann, der bisher einen Marathon beendete, der Grieche Dimitrion Yordanidis, der 1976 im Alter von 98 Jahren in Athen die 42,195 Kilometer lief. Er benötigte 7:33 Stunden.